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Die Wiener Hofburg war mit kurzen Unterbrechungen von
1276 bis zum Rücktritt Kaiser Karls 1918 über 600 Jahre lang Residenz
der Habsburger. Die erste eindeutige urkundliche Erwähnung des castro
Wienennsi fand im Jahre 1279 durch Rudolf von Habsburg statt. Kern
und ältester Teil des Wiener Hofburgkomplexes ist der Schweizerhof mit
der Burgkapelle. Die Stallburg, das Renaissance - Schloß ist der zweitälteste
Teil, stammt aus dem Jahre 1558-65 und wurde von Ferdinand I. für seinen
Sohn Maximilian erbaut.
Heute beherbergt es die Stallungen der weltberühmten Lipizzaner. Karl
IV. läßt nach dem glorreichen Sieg über die Türken Mitte des 18. Jahrhunderts
den Reichskanzleitrakt (nach Plänen von Lukas von Hildebrandt bzw.
J. E. Fischer von Erlach), die Hofbibliothek und die Winterreitschule
errichten. Der Leopoldinische Trakt, 1660 -66 von Leopold I. errichtet,
wird zu Beginn des 19. Jhdts. von Franz I. um den Zeremoniensaal erweitert.
Die letzten großen Zubauten entstehen unter Kaiser Franz Joseph, der
den Michaelertrakt mit der gleichnamigen Kuppel sowie die Neue Burg
bauen läßt. Heute ist die Wiener Hofburg Sitz des Bundespräsidenten,
ebenso sind zahlreiche faszinierende Museen (Museum für Völkerkunde,
Schatzkammer, Albertina und dgl.) in ihr untergebracht.
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